LEBENS-mittel online             

Ein kleiner digitaler Stadtrundgang

Für alle die in den Sommerferien ihre Heimat erkunden wollen, gibt es ab sofort einen kleinen geschichtlichen Stadtrundgang durch Sinsheim in Form eines Actionbounds. Ein Actionbound ist eine digitale Schnitzeljagd, die jederzeit verfügbar ist. Zum Loslegen muss man einfach die Actionbound-App auf das Smartphone herunterladen und den QR Code scannen oder den Bound über die Suche auswählen. Der Start des Rundgangs ist vor dem Alten Rathaus in der Hauptstraße 92. Während dem Stadtrundgang lernt man alle wichtigen geschichtlichen Orte kennen und bekommt über kleine Quiz und Infotafeln Hinweise über die jeweilige Sehenswürdigkeit. Für einen Rundgang braucht man zwischen 45 und 70 Minuten, je nachdem ob man sich dafür entscheidet das Stift Sunnisheim zu besuchen oder es nur von unten zu bestaunen. Der digitale Stadtrundgang ist eine gute Ergänzung zu den buchbaren und öffentlichen Stadtführungen, die bald wieder starten können. Die digitale Schnitzeljagd entstand als Abschlussprojekt im Rahmen des FSJ Kultur im Stadtmuseum Sinsheim.

Bild: Stadtmuseum Sinsheim

 

Lebendige und attraktive Stadt

Sinsheim hat einen neuen Imagefilm

Die Stadt Sinsheim hat einen neuen Imagefilm. Der Film, der im vergangenen Jahr produziert wurde, sollte im Frühjahr veröffentlicht werden und Lust auf Sinsheim und die Heimattage Baden-Württemberg in der Stadt machen. Mit der Absage der Heimattage hat die Stadt beschlossen, mit der Veröffentlichung noch ein wenig länger zu warten. „Veranstaltungsabsagen – und insbesondere die Gesamtabsage der Heimattage – haben uns alle hart getroffen. Dazu kamen zeitweise Laden- und Schulschließungen, auch Gastronomie und Hotellerie lagen während dieser Wochen brach. Der Film hätte nicht in diese Zeit gepasst“, fasst Oberbürgermeister Jörg Albrecht zusammen.

Auch das Stadtfest mit dem großen Festakt zum 1250-jährigen Jubiläums Sinsheims musste im Angesicht der anhaltenden Coronakrise in diesem Jahr ausfallen. Geplant waren die Feierlichkeiten für Samstag, den 18. und Sonntag, den 19. Juli, der Festakt sollte am Vorabend stattfinden.

Mit der schrittweisen Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, dem Einzug des Sommers und der Planung, die großen Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum im kommenden Jahr nachzuholen, hat die Stadt den neuen Imagefilm nun auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. „Die Bilder zeigen Sinsheim so liebens- und lebenswert, wie wir es kennen“, so Albrecht. Das Stadtjubiläum soll 2021 nachgefeiert werden. Festakt, Lichtshow und Markt wird es planmäßig im nächsten Jahr geben. Bis dahin setzt der Film ein positives Zeichen, zeigt, wie lebendig und attraktiv Sinsheim ist, und weckt die Vorfreude auf künftige Veranstaltungen.

Das Video findet sich auf dem YouTube-Kanal der Stadt Sinsheim.

 

 

 

 

 

Hier zum Video: https://youtu.be/hW3MkdRdTlE

 

 

Ein weitereres älterers Video von Sinsheim:

 

https://youtu.be/RQRF9sBFeCQ

 

 

 



Zukunftsweisendes Modellprojekt

Schnelles Internet in den Bergdörfern

Seit dem offiziellen Spatenstich im vergangenen Frühjahr gingen die Arbeiten in den letzten Monaten zügig voran. Nun ist der Breitbandausbau in den Bergdörfern nahezu abgeschlossen, in Adersbach lässt es sich bereits mit Highspeed surfen.

Wesentliche Treiber des Projekts waren und sind die drei „Kümmerer“ der einzelnen Stadtteile. Mit viel Engagement, Fachwissen und persönlichem Einsatz haben sich Werner Rudolf aus Adersbach, Karl Braun aus Hasselbach und Richard Wörtz aus Ehrstädt der Aufgabe angenommen, das im Rhein-Neckar-Kreis einmalige Modellprojekt voranzubringen. Vor Ort in Ehrstädt machten sich Oberbürgermeister Jörg Albrecht und Ulrike Bauer, Ortsvorsteherin von Hasselbach, selbst ein Bild vom Fortschritt. In der Verwaltungsstelle, in die die stellvertretende Ortsvorsteherin Julie von Gemmingen sehr herzlich empfing, nutzte der Oberbürgermeister die Gelegenheit, den Kümmerern seinen Dank auszusprechen. „Der Breitbandanschluss in den Bergdörfern ist eine wichtige und richtige Investition in die Zukunft. Auch so lässt sich Landflucht vermeiden.“ Wie wichtig schnelles Internet sei, habe nicht zuletzt die Coronakrise mit dem schlagartig gestiegenen Bedarf an Home Office-Arbeitsplätzen und Tele-Unterricht in Zeiten von Schulschließungen gezeigt. „Ich bin Ihnen sehr dankbar für die Übernahme dieser Aufgabe!“ Die Ortsvorsteher und der Gemeinderat hätten das Projekt seinerzeit zügig auf den Weg gebracht und damit auch ein wichtiges Signal für die Bedeutung der dörflichen Stadtteile gegeben, betonte Albrecht.

Bauer schloss sich dem Dank an und fand lobende Worte für den schnellen und sauberen Baufortschritt. „Die Bergdörfer sind jetzt schneller unterwegs“, fasste von Gemmingen zusammen. Der Breitbandausbau sei ein wesentliches Projekt, auf das man, nicht zuletzt dank der engagierten Arbeit der Kümmerer, zurecht mit Stolz blicken könne.

Die Bergdörfer wurden im Rahmen des Ausbauprojekts des Zweckverbandes und der Stadt Sinsheim mit Highspeed-Internet versorgt. Der große Vorteil der Sinsheimer Herangehensweise läge darin, dass „bei uns das Netz – anders als in anderen Kommunen – nicht in fremder, sondern bewusst eindeutig in städtischer Hand ist“, so Albrecht. Von der guten Zusammenarbeit von Zweckverband, Stadt und dem Land Baden-Württemberg, das das Projekt großzügig förderte, profitieren Adersbach, Ehrstädt und Hasselbach langfristig.

 

Bild (Stadt Sinsheim): v.l.n.r.: Oberbürgermeister Jörg Albrecht, Werner Rudolf, Karl Braun, Richard Wörtz, Julie von Gemmingen, stellvertretende Ortsvorsteherin von Ehrstädt, und Ulrike Bauer, Ortsvorsteherin von Hasselbach, machten sich in Ehrstädt ein Bild von den nahezu abgeschlossenen Bauarbeiten

 

Arbeiten auf dem Papier“ – Kunstausstellung im Wasserschloss Bad Rappenau ab Sonntag, 12.07.2020, 11.30 Uhr

Vom 12. Juli - 23. August 2020 findet die Ausstellung: „Arbeiten auf dem Papier“ im 1. Stock des Wasserschlosses Bad Rappenau statt. Die Ausstellung zeigt Werke zum Thema: - Arbeiten auf dem Papier - Aquarellzeichnung, Druckgrafik und Skulptur.

Die Arbeiten entstanden von Meisterschüler/innen der Kunstschule Wimpfen am Berg unter dem Unterricht des Künstlers und Dozenten Nik Golder in mehrjährigem Kurszertifikat Malen und Zeichnen.

Die Studenten/Studentinnen haben ihre Themen eigenständig weiterentwickelt und sich erfolgreich profiliert.

Die Skulpturen, die ausgestellt werden sind eigenständige Werke einiger „erschaffender Autoren“.

Die Künstler/innen der Ausstellung sind:

Eva Bangels: Aquarellzeichnung / Jörg Breitenbach: Skulptur / Nik Golder: Aquarellzeichnung, Radierung / Margarete Kegelmann: Zeichnung, Skulptur / Gerhard Müßig: Zeichnung / Ema Negrea: Aquarellzeichnung / Raisa Sartison: Aquarellzeichnung / Andrea Strobel-Reißner: Zeichnung, Aquarellzeichnung / Anna Schmid: Zeichnung / Elisa Tealdo: Aquarellzeichnung / Veronika Prinz: Zeichnung, Aquarellzeichnung

 

Am Sonntag, 12.07.2020 ist die Ausstellung ab 11.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Eine Vernissage kann leider nicht stattfinden, da sich nur maximal 14 Personen im 1. Obergeschoss aufhalten dürfen.

 

An den folgenden Sonntagen bis zum 23.08.2020 ist die Ausstellung zwischen 14 und 16 Uhr geöffnet.

 

Bitte beachten Sie vor Ort die Hygienerichtlinien und tragen Sie eine Mund-Nasen-Maske beim Besuch der Ausstellung. Dankeschön.

 

Der Eintritt ist frei.

Burgsanierung

Weg zur Burg Steinsberg fertiggestellt

Die Burg Steinsberg gehört mit ihrem imposanten Bergfried zu den bedeutendsten Burganlagen Baden-Württembergs. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Sinsheim den landschaftsprägenden „Kompass des Kraichgaus“ umfassend saniert. Starke Schäden am Bergfried mussten behoben werden, darunter Fugenauswaschungen, Absandungen und Mauerwerksausbrüche. Nicht nur in den Bergfried hat die Stadt Sinsheim investiert. Die Wehrmauer wurde für die Besucher zugänglich gemacht, das Restaurant grundlegend saniert.

Rundum wurde und wird begrünt, der Weg zur Burg wurde komplett gepflastert. Die Pflasterarbeiten sind nun nach rund einem halben Jahr Arbeit abgeschlossen. Vor Ort machten sich Oberbürgermeister Jörg Albrecht, die städtischen Dezernenten Ulrich Landwehr und Tobias Schutz, Ortsvorsteher Manfred Wiedl und sein Stellvertreter Winfried Flach sowie der Leiter des Amts für Infrastruktur Bernd Kippenhan gemeinsam mit dem planenden Garten- und Landschaftsarchitekten Michael Epple ein Bild von der fertigen Arbeit. Das Ergebnis ist edel, hochwertig und der altehrwürdigen, eindrucksvollen Burg würdig. Man war sich einig: Das Muschelkalkpflaster ist „eine echte optische Aufwertung“ für den Weg, der sich vom Parkplatz bis zum oberen Eingangstor innerhalb der Burgmauern schlängelt. Pflanzbeete am Wegesrand unterstreichen diesen Eindruck. Die Kosten für die Wegsanierung belaufen sich auf rund 320.000 Euro.

 

Bild (Stadt Sinsheim): v.l.n.r.: Oberbürgermeister Jörg Albrecht, Dezernatsleiter Ulrich Landwehr, Garten- und Landschaftsarchitekt Michael Epple, Amtsleiter Bernd Kippenhan, Ortsvorsteher Manfred Wiedl, stellvertretender Ortsvorsteher Winfried Flach und Dezernatsleiter Tobias Schutz

 

Onlineshop Freibad Sinsheim

Eintrittskarten ab Donnerstag, 25. Juni 2020 online erhältlich

 

Der Zutritt zum Freibad ist im Jahr 2020 auf Grund der besonderen Situation nur nach vorheriger Buchung/Reservierung möglich. Ab dem 25. Juni 2020 steht hierfür der Onlineshop des Freibades Sinsheim zur Verfügung.

 

Unter

www.freibad-sinsheim.de

ist der Link zum neuen Onlineshop hinterlegt. Dort können ganz bequem und rund um die Uhr die gewünschten Tickets gebucht werden. Damit ist dann – freie Plätze vorausgesetzt – ein Freibadbesuch auch für Kurzentschlossene wieder möglich.



Bei der Buchung können der gewünschte Tag sowie die gewünschte Kategorie ausgewählt werden:

Vormittags-Schwimmen von 9.00 bis 11.30 Uhr (nur Schwimmerbecken)

einheitlich 2,50 €

 

Familien-Schwimmen von 12.30 bis 20.00 Uhr (Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken, Kletter-/Schlammspielplatz und Liegewiese)

Erwachsene 4,00 €

Ermäßigte 2,50 €

 

Abend-Schwimmen von 18.00 bis 20.00 Uhr (Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken, Kletter-/Schlammspielplatz und Liegewiese)

einheitlich 2,50 €

 

Zur Vermeidung von Warteschlangen am Eingang erfolgt der Zugang zum Freibad beim Vormittags-Schwimmen sowie beim Familien-Schwimmen in zwei Zeitfenstern. Die jeweils verfügbaren Restplätze werden im Onlineshop angezeigt.

Bei der Buchung müssen entsprechend der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg die Kontaktdaten der Besucher – auch aller Besucher unter 4 Jahren mit freiem Eintritt – angegeben werden.

 

Als Zahlungsart steht Sofortüberweisung, Kreditkarte (Visa und Mastercard) und Paypal zur Verfügung.

Nach erfolgreichem Zahlvorgang wird das gebuchte Ticket bzw. die gebuchten Tickets an die angegebene E-Mailadresse verschickt. Das Ticket kann ausgedruckt oder digital an der Kasse vorgezeigt werden.

Soweit beim Familienschwimmen ein kostenloses Ticket für Kinder unter 4 Jahren oder ein ermäßigtes Ticket gebucht wird, muss der entsprechende Nachweis (Ausweis, Studentenausweis, Schwerbehindertenausweis, etc.) bei Eintritt vorgezeigt werden.

Ein Umtausch oder eine Erstattung der gekauften Eintrittskarten ist nicht möglich.

Fragen zum Onlineshop werden telefonisch (07261 404-342) von montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr sowie freitags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr gerne beantwortet.

 

Für Gäste, welchen beispielsweise kein Internetanschluss zur Verfügung steht, können einige wenige Restplätze weiterhin von montags bis sonntags im Zeitraum von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr sowie von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr telefonisch unter der Telefon-Nr. 07261 404-865 reserviert werden.

 

Weitere Informationen zu den Corona bedingten Einschränkungen und dem Freibadbetrieb in diesem besonderen Jahr sind ebenfalls unter www.freibad-sinsheim.de abrufbar.

Die Wetterprognosen für die nächsten Tage lassen auf einen tollen Badespaß hoffen – die Stadtwerke Sinsheim freuen sich auf die MIT ABSTAND besten Gäste.



 

Weitere Großveranstaltungsabsagen

Sinsheimer Herbst und Weihnachtsmarkt fallen in diesem Jahr aus

 

Nachdem das offizielle Landesfest Baden-Württembergs, die Heimattage 2020, abgesagt wurden, wurde nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 17. Juni 2020 und der einhergehenden Entscheidung, dass Großveranstaltungen bis mindestens 31. Oktober verboten bleiben sollen, beschlossen, auch den diesjährigen Sinsheimer Herbst abzusagen. Traditionell lädt das Wirtschaftsforum Sinsheim e.V. am zweiten Sonntag im Oktober zum Sinsheimer Herbst in die Innenstadt ein und lockte damit in der Vergangenheit mehrere tausend Besucher an. „Es gibt zur Absage leider keine Alternative. Selbstverständlich tragen wir diese Entscheidung mit. Auch wenn unser beliebter Herbstmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden kann, sind unsere Mitgliedsbetriebe stets zu den gewohnten Öffnungszeiten für Sie da. Bitte leisten auch Sie einen Beitrag in dieser herausfordernden Zeit und unterstützen Sie unseren Einzelhandel und unsere Gastronomie durch Ihren Einkauf.“, so Klaus Gaude vom Wirtschaftsforum Sinsheim e.V.

Auch den Sinsheimer Weihnachtsmarkt trifft es. Er kann auf dem Kirchplatz nicht stattfinden, da Kontaktverfolgungen und Hygieneregeln nicht lückenlos sichergestellt werden können. Das Virus und alle damit einhergehenden Maßnahmen stellen weiterhin einen großen Unsicherheitsfaktor in der langfristigen Planung von Veranstaltungen dar. Die Planungen für den Weihnachtsmarkt müssten bereits jetzt anlaufen. Dafür sind finanzieller, zeitlicher und personeller Aufwand nötig. Solange der künftige Verlauf der Pandemie und mögliche Verlängerungen von Veranstaltungsverboten völlig unklar sind, ist das Risiko nicht tragbar. „Auch wenn uns die Entscheidung nicht leichtfiel, haben wir haben uns entschlossen, ein frühzeitiges Signal an alle Beteiligten zu senden“, erklärt Oberbürgermeister Jörg Albrecht. „Wir bedauern die Situation sehr, hoffen aber gleichzeitig auf das anhaltende Verständnis der Bevölkerung. Bislang haben wir sehr gute Erfahrungen mit unserem klaren Bekenntnis zur Risikominimierung gemacht. Für den Rückhalt, den wir dafür erfahren, bin ich sehr dankbar.“

Die Stadt Sinsheim folgt der Einigung von Bund und Ländern zum Vorgehen im Kampf gegen die Coronapandemie und leistet damit weiterhin ihren Beitrag, Risiken zu minimieren und Ansteckungen zu vermeiden.

Bild (Stadt Sinsheim): Viele Menschen auf einem Fleck wird es in diesem Jahr nicht geben - weder beim Sinsheimer Herbst…

Bild (Stadt Sinsheim) … noch auf dem Sinsheimer Weihnachtsmarkt



Auf den Spuren des Kraichgauer Adels.

Das Stadtarchiv Sinsheim freut sich, seinen Besuchern das Heraldische Archiv Kraichgau vorzustellen

Sinsheim. An kaum einem anderen Ort in Deutschland fand sich eine solch große Anzahl an Adelsfamilien wie im Kraichgau. Deren Wappen, Inschriften und Denkmäler zu finden und zu ordnen, war das Ziel des ehemaligen Lehrers und Rektors Hartmut Riehl aus Hoffenheim. In 25 Jahren ehrenamtlicher Arbeit entstanden über 100 systematisch geführte Aktenordner. Jeder Eintrag beinhaltet ein selbst gezeichnetes Wappen sowie dessen Zuordnung zu einem Adelsgeschlecht, dem Fundort und vielen weiterführenden Informationen.

Riehl besuchte die Denkmäler, Kirchen und Burgen, um mit eigenen Augen die historischen Zeugnisse zu untersuchen und zu fotografieren. Es gelang ihm, während seiner Nachforschungen bereits vergessene Inschriften und Denkmäler wiederzuentdecken und in seine Arbeit aufzunehmen.

Das Heraldische Archiv Kraichgau bietet seinen Nutzern einen bisher nie dagewesenen Einblick in die Vergangenheit unserer Region. Bereits durch den Namen der Adelsfamilie, deren Wohnsitz, oder dem Fundort eines Wappens, lassen sich in der Sammlung weiterführende Informationen finden. Doch nicht nur der geschulte Historiker ist hier gefragt, sondern auch interessierte Nichtfachleute können mit Riehls Aufzeichnungen auf Entdeckungsreise gehen.

Verwaltet wird das Heraldische Archiv Kraichgau vom Stadtarchiv Sinsheim, das dienstags und donnerstags von 9:00 bis 13:00 Uhr für Sie geöffnet hat. Bitte melden Sie ihren Besuch an. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.archiv-sinsheim.de.

Bild: Geschlecht von Venningen

Bildnachweis: Heraldisches Archiv Kraichgau Hartmut Riehl, Stadtarchiv Sinsheim

 

Stadt Kraichtal radelt für gutes Klima

Youtube Trailer macht Lust auf Bewegung: Jeder Kilometer zählt

 

Die Stadt Kraichtal nimmt erstmals an der Aktion STADTRADELN des Klima-Bündnis teil. Neben dem Spaß und tollen Preisen geht es den Verantwortlichen vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Aktionszeitraum findet vom 28.6. bis 18.7. statt.

 

Für Kraichtal teilnehmen können alle, die in Kraichtal leben, arbeiten, einen Verein besuchen oder hier zur Schule gehen. Ob die Radler den Weg zur Arbeit zurücklegen oder eine schöne Tour in der Freizeit unternehmen, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass sich jeder einem Team anschließt oder eines gründet. Einzelradler können sich dem „Offenen Team Kraichtal“ anschließen. Als Preis winken den fleißigsten Teilnehmenden Gutscheine und andere attraktive Preise. Zur Inspiration hat die Stadt Kraichtal gemeinsam mit dem Online-Portal Hügelhelden einen Trailer gedreht, dieser ist über die Homepage der Stadt erreichbar (www.kraichtal.de). Auch auf reizvolle Touren durchs „Land der 1.000 Hügel“ macht die Stadt auf ihrer Internetseite aufmerksam. Weiter finden Interessierte hier die Teilnahmebedingungen und detaillierte Informationen zur Anmeldung und zur Kilometererfassung verlinkt. Anmeldungen sind bereits möglich, doch auch nach Aktionsstart können sich spontan gegründete Teams noch anmelden.

 

BU Radler vor dem Rathaus:

Eine Auswahl der städtischen Mitarbeiter, die beim STADTRADELN dabei sind.

 

BU Landschaft:

Radeln für ein gutes Klima – rund um Kraichtal ein echtes Vergnügen.

Aufwertung der Innenstadt

Drei Könige im Städtischen Kulturquartier steht kurz vor der Eröffnung

 
Bild (Stadt Sinsheim): Historischer Charme ohne Kitsch zeugt vom barocken Charakter des Drei Könige


Bild (Stadt Sinsheim): Oberbürgermeister Jörg Albrecht und Baudezernatsleiter Tobias Schutz blicken mit Stolz auf den einstigen Sanierungsfall „Drei Könige“

Es geht voran im Quartier. Anderthalb Jahre haben die Bauarbeiten angedauert, nun steht die Eröffnung des Drei Könige kurz bevor. Dass man nun trotz einer coronabedingten Verzögerung von zwei bis drei Monaten Anfang Juli eröffnen könne, darauf sei man stolz, betonten Oberbürgermeister Jörg Albrecht und Baudezernatsleiter Tobias Schutz bei einem Rundgang über die Baustelle des Quartierkomplexes, das die vier Gebäude Drei Könige, Würfeltheater, das ehemalige Grundbuchamt und das Stadtmuseum umfasst.

Seit 2016 baut die Stadt am Quartier, anderthalb Jahre wurde das Drei Könige saniert. Die Planungen dauerten derweil schon seit 2013 an. Es dauerte, bis die Stadt im Besitz aller Gebäude war. Durch Abriss einer ehemaligen Backstube wurde der heutige Innenhof geschaffen, der eine Verbindungsfunktion erfüllt, die Gebäude als Einheit zusammenführt und das Quartier erlebbar macht. Lässt man im Innenhof den Blick schweifen, erblickt man eine stimmige optische Gesamtheit, bei der der Charakter der einzelnen Bauwerke weiterhin erkennbar ist. Die Wand des Stadtmuseums wurde mit Schaukästen aufgewertet, in denen große Steinelemente ausgestellt werden, die früher in Sinsheim verbaut waren. Bei Dunkelheit werden die Exponate indirekt beleuchtet, was für zusätzliche Atmosphäre im Hof sorgt. Noch verstellt ein Baugerüst den Blick. Bis Ende des Monats soll auch das verschwunden sein. Genutzt wird der Hof künftig sowohl für die Außengastronomie des Drei Könige wie für Kulturveranstaltungen des Würfeltheaters.

„Das Quartier hat große Bedeutung für die Stadt. Die Verbindung von Gastronomie, Tourismus und Kultur belebt und bereichert die Innenstadt“, so Albrecht. Die Gebäude als Einheit im städtischen Besitz zu wissen, habe es ermöglicht, alle Ideen bestmöglich umzusetzen. Man bedauere es, dass keine öffentlichen Baustellenführungen mehr möglich gewesen seien. Rund 150 Interessierte hatten sich vergangenes Jahr zur Führung eingefunden, um sich vor Ort selbst ein Bild vom Baufortschritt zu machen. Auch eine große Eröffnung fällt den Maßnahmen zum Infektionsschutz in der anhaltenden Coronakrise zum Opfer. Der Rundgang über die nahezu fertiggestellte Baustelle fand daher im kleinsten Kreis statt.

Die Möglichkeit der Außengastronomie – sowohl im Hof wie auch in der Bahnhofstraße – war ausdrücklicher Wunsch der Stadt. Rund 100 Gäste können unter Normalbedingungen im Außenbereich bedient werden. Im Innenraum des Drei Könige finden 70 bis 80 Personen Platz. Bei Übernahme durch die Stadt war das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in desolatem Zustand. „Wenige Jahre mehr, und es wäre nicht mehr zu retten gewesen“, berichtet Schutz. Umso erfreuter ist die Stadt nun über das, was aus dem einstigen Sanierungsfall geworden ist. Im Inneren wurde der barocke Charakter des Gebäudes durch das planende Architekturbüro OZR aus Sinsheim modern interpretiert. Damit bleibt der historische Charme erhalten, „ohne dabei kitschig zu werden“, wie Schutz betont. Das Ergebnis ist einladend, hell, freundlich und gemütlich. Dunkler Eichenboden, helle Wände und die lila Bezüge von Stühlen und Bänken ergänzen einander. Hinzu kommen Details wie ein großes, indirekt beleuchtetes Ornament an der Decke. Die kleinen Räume wurden bestmöglich genutzt, um den Anforderungen an eine moderne Gastronomie gerecht zu werden. Im ersten Stock förderten die Sanierungsarbeiten einen kleinen baulichen Schatz in Form eines alten Fensters zutage, das in der Vergangenheit zugemauert worden war. Dieses Detail erwies sich nicht nur als Glücksfall für die Planung der restlichen Fenster, die der historischen Vorlage nachempfunden wurden, das Original bleibt darüber hinaus hinter Glas im ursprünglichen Zustand erhalten. Es sind Details wie dieses, die den Räumlichkeiten ein einzigartiges Flair verleihen. Die Sanierungskosten für das Drei Könige belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Für das gesamte Quartier fallen zusätzlich Kosten zwischen drei und vier Millionen Euro an. Vom Bund gab es dafür eine Förderung von 1,2 Millionen Euro.

„Was der Gemeinderat mit dem städtischen Kulturquartier schrittweise auf den Weg gebracht hat, ist eine echte Aufwertung der Innenstadt“, betonen Oberbürgermeister und Baudezernatsleiter. Was man jetzt vor sich sähe, sei exakt das, was man sich bei Projektbeginn erhofft habe. Die einzelnen Einheiten profitieren dabei voneinander. Künftig kann der Theaterabend gemütlich im Drei Könige ausklingen, ein Besuch des Stadtmuseums lässt sich mit einem Einkaufbummel oder einer Einkehr in der Gastronomie verbinden. So lässt sich entspannt gesellige Zeit in der Sinsheimer Innenstadt verleben. Albrecht und Schutz sprechen von einem Gewinn für das gesamte innenstädtische Leben.