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Wir beginnen unseren Rundgang durch Bad Rappenau am Bahnhof. Danach schauen wir uns die Evangelische Stadtkirche am Marktplatz, den Stadtbrunnen und das neue Rathaus mit den Rathaus-Skulpturen an.

Wir machen einen kurzen Abstecher zum Alten Rathaus um dann das Wasserschloss zu bewundern.

Vorbei am neuen Kurhaus und am See im Kurpark geht es zum Salinenamtsgebäude.

Nicht weit entfernt ist dann auch der Bohrturm im Hohenstadter Grund und das Gradierwerk.

In der Nähe des Kulturhauses endet unser Rundgang durch die Kurstadt Bad Rappenau.

 

 

 

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Diese Radtour beginnt in Bretten. Wir wollen das Krachgau erkunden und folgen dazu weitgehend dem Kraichbach der in Sternenfels entspringt und nach 55 km bei Ketsch in einen Altrheinarm mündet. Die Tour ist als Rundtour angelegt und wir starten nordwärts, passieren Sternenfels, Oberderdingen, Ubstadt, Bad Schönborn, Hockenheim, St. Leon-Rot und wenden in Ketsch. Auf dem Rückweg geht es über Bruchsal und Gondelsheim zurück nach Bretten. Die Tour beginnt mit ein paar Höhenmetern dann läuft es recht flach weiter in Richtung Rheinebene. Wer gut navigiert fährt ~ 120 km. Die Route ist auf über 90 % geteert, es ist genübend Infrastruktur für Pausen vorhanden. Die Anfahrt nach Bretten erfolgte mit dem Auto.

 

 

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Unser Rundgang durch Sinsheim im Kraichgau (Rhein-Neckar-Kreis - Baden-Württemberg) führt uns u.a. zum Historisches Fachwerk-Ensemble, dem Schwarzen Bären sowie dem Haus Stammer. Wir schauen uns den Bahnhof, das Alte Rathaus, die evangelische Stadtkirche und die Katholische Jakobuskirche an. Am Stift Sinsheim endet unser Besuch.

..Schlaganfall-Rehabilitation - Horror 2

 

Zu meinem "Glück" war "nur" die rechte Körperseite gelähmt, aber nicht auch die linke. So erlebte ich die sogenannte Rehabilitation. Zwar war ich als ehemaliger Rechtshändiger und rechtsseitig Gelähmter, nicht in der Lage zu schreiben, aber links konnte ich zumindest etwas in die Computertastatur tippen. Es strengte mich sehr an, aber ich hatte einen Zugang ins Internet fertig bekommen und dadurch wurde es mir ermöglicht, doch ein wenig mit der übrigen Welt in Verbindung zu setzen. Das half mir einige male sehr, weil ich dadurch, der Willkür, der mich bevormunden Wollenden, zumindest ein wenig, entfliehen und zum besseren wenden konnte.

In meiner Not wusste ich mir leider nur noch durch Briefe an Entscheidungsträger zu helfen und meine Nöte zu "Papier" zu bringen.

 

Brief:

Sehr geehrte Damen und Herren der R...-Klinik in B... S... Als erstes möchte ich ..., Patient Schlaganfall, Frühjahr 2018, mich bei Ihnen über die mir zuteil gewordene Hilfe und „Gastfreundschaft“ bedanken.

Trotz meiner Unzulänglichkeit, habe ich in meiner Patientenzeit Menschen kennen lernen dürfen, die meinen zukünftigen Lebensweg, in meinen Gedanken, positiv begleiten werden

Manche haben mir sehr viel Menschlichkeit zuteil werden lassen, welche weit über ihren Job hinaus ging. Dafür mein Dank!

Zugleich erfuhr ich aber auch viel nicht so schönes, auf das ich weiter unten eingehen werde, damit vielleicht negatives erkannt und abgestellt wird, damit später folgende Leidensgenossen, nicht mehr durchleiden müssen, was mir angetan wurde. Ich hatte einen Schlaganfall, einen Thrombus und eine zusätzliche Hirnblutung, mit anschießender halbseitiger Lähmung, der rechten Körperseite. Als Rechtshänder empfand ich es entsprechend schlimm.

Leider habe ich ein „Urintrauma“ davon getragen. Auch wurde meine Genesung durch unnötiges „Parken“ und nicht behandeln erheblich verzögert. Das hätte nicht sein müssen und wäre ganz einfach zu vermeiden gewesen. Dadurch, das man mir durch einfaches „Worthalten“ geholfen hätte.

Was spricht dagegen, auch das zu tun, was man sagt?

Oft wurde einfach, die einmal benutzte Urinflasche mit genommen, mit dem Hinweis eine andere, leere, zu bringen. Das geschah aber nicht! Nach einiger Zeit nahm dann das Unheil wieder seinen Lauf.

Nach einigen Minuten wurde die Nässe kalt und beinahe unerträglich. Und eine halbvolle, läuft leider bei weiter benutzen, leicht aus, wenn man nur eine Hand für „alles“ hat.

Manchmal lag man dann bis zu eineinhalb Stunden so da. Dieser Alptraum verfolgt mich noch heute.

Jeder Tag war getragen vom „Kampf“ um eine Urinflasche, später zwei. Ein normales Toiletten gehen, war zu Anfang wegen der Lähmung nicht möglich.

Auch das Liegen in einem Zimmer, mit einem Mitpatient, mit großem Altersunterschied und entsprechender Krankheit, war nicht sehr förderlich. Wenn dieser Mitpatient sehr nachtaktiv ist und es an menschlichem Anstand mangeln läßt, mit körperlich starken Gerüchen (Fenster und Türen geschlossen) verbunden, so sollte eingegriffen werden, was nach meinem heftigen Protestierern zu Ende meiner „Rehabilitationsmaßnahmen“ auch geschah, aber zu spät.

Rehabilitations-Klinik- angekommen am 08 Mai 2018 gegen Mittag.

Zimmerkollege „motzt“ uns, (meine Begleiterinnen – A... + Tochter) an. Er wolle schlafen und das Nachmittags beim „einchecken“ -sie wussten es nicht, das es so ist und waren nicht sehr laut.

Gegen Abend, das Essen der folgenden Tage ausgewählt und explizit gesagt, daß ich keine Wurst will. Und was kam? Leberwurst! Überall roch es nach Leberwurst am Tisch und mein Teller war damit kontaminiert. Nachdem ich mich weigerte, das zu essen, bekam ich neues 08/15 Essen.

Die Urinflasche war wiedermal „halb“ voll und dadurch hab ich mich beim 2.-mal urinieren in die Flasche „bekleckert“ und lag dadurch sehr lange nass auf dem Bett. Um 05:00Uhr kam die Nachtschwester von sich aus, wechselte die Flache und nahm die fast volle mit. Jetzt ist 11.19Uhr und das angemahnte, bei der „Pflege“, wurde noch nicht behoben. Später erbarmte sich eine Schwester meiner und wechselte das Urin-Bett-Laken.

Nach 9:00Uhr sollte ich irgendwohin, was ich mit einer Fahrhilfe auch tat. Dann wurde ich nach längerem warten, von einer Frau aufgerufen und in einen Gang geschoben und dort „vergessen“. Nach langen dort -stehens rief mich ein Mann an und fuhr mich wieder, ohne Erklärung aufs Zimmer und lies mich einfach stehen.

Erst nach mehrmaligen Nachfragen, verschiedener Personen, welche gerade vorbei kamen, wurde ich aufgeklärt.

Dabei hatte ich mich auf die Reha so gefreut, auch weil sie mir in der S... Klinik und von anderen, so ans Herz gelegt wurde und nun findet der „Horror“ eine Fortsetzung.

Um 15:30Uhr soll mich jemand zu einer weiteren Maßnahme holen.

Wurde tatsächlich geholt! War ein sehr netter 25-jähriger Therapeut. Nahm einige Daten von mir auf und erklärte mir, das er auf Mallorca fliegt mit seiner Sportmannschaft. Daraufhin durfte ich wieder aufs Zimmer.

Mit ihm vereinbarte ich, mit ihm mitzuarbeiten.

Ging dann abends zum Abendessen.

Nun ist Feiertag 10.05.2018 und das Frühstück lockt...langweilig...abwarten...

Frühstück ist um. War natürlich nicht entsprechend dem von A... bestelltem, aber war ok. Medikamente waren nicht gerichtet, kamen aber anschließend und mussten dann eingenommen werden - übel schmeckend. Klappte aber dennoch.

Nun warten bis Mittag...

09.05.2018

Kaum geschlafen, da Zimmerkollege sehr „Nachtaktiv“ ist.

Im Zimmer wurde weit in die Nacht das Fernsehgerät sehr laut laufen gelassen, ohne mich dazu zu fragen ob mich das stört oder nicht. Dann war die überwiegende Zeit die Türe auf, so daß ich (mir wurde das Bett an der Türe zugewiesen) wie auf einem Präsentierteller lag und jede/r Vorbeigehende mich anschaute. Beim urinieren ist das schon erheblich peinlich.

Die überwiegende Nacht war mein Zimmernachbar sehr laut und aktiv. Gegen 04:00Uhr machte er die Beleuchtung sogar an. Auf jeden Fall machte ich kaum ein Auge zu und war morgens noch total Schlaftrunken.

Die Urinflasche war „halb“ voll und dadurch hab ich mich beim 2.-mal urinieren in die Flasche „bekleckert“ und lag dadurch sehr lange nass auf dem Bett. Um 05:00Uhr kam die Nachtschwester von sich aus, wechselte die Flache und nahm die fast volle mit. Jetzt ist 11.19Uhr und das angemahnte, bei der „Pflege“, wurde noch nicht behoben. Gegen 11:45Uhr erbarmte sich eine Schwester meiner und wechselte das volle Urin-Laken.

Nach 9:00Uhr sollte ich irgendwohin, was ich mit einer Fahrhilfe auch tat. Dann wurde ich nach längerem Warten, von einer Frau aufgerufen und in einen Gang geschoben und dort „vergessen“. Nach langen dort -stehens rief mich ein Mann an und fuhr mich wieder, ohne Erklärung aufs Zimmer und lies mich einfach stehen.

Erst nach mehrmaligen Nachfragen verschiedener Personen, welche gerade vorbei kamen, wurde ich aufgeklärt.

11.05.2018

Die Nacht war wie üblich total schrecklich. Urinflasche war viertel voll und beim erneuten urinieren in diese, habe ich einiges verschüttetet. Einige Zeit in dieser kalten, nassen Decke gelegen. Habe, als ich es nicht mehr aus hielt, Schwestern gerufen – wechselten Decke. Am Morgen geduscht durch hilfreiche Schwester.

Dann zu Frühstück. War gut, aber auch nicht durchdacht. Messer schneidet nicht und endlich haben sie mich versetzt, denn dadurch ist es nicht so störend, wenn ich an den Frühstückstisch komme. Freundliche Schwester half Kiwi in der Mitte zu schneiden mit anderem Messer. Aber das half mir nicht großartig weiter, denn als Rechtshänder, mit nur der linken Hand, ist es sehr schwer, eine Kiwi zu essen. Hab es dann gelassen. Das halbe Essen, der Essensteilnehmer, wandert in den Müll! Sehr effektiv.

Aufgewacht und durch hilfreiche Schwester endlich geduscht – sauber.

Auf Behandlungsplan gewartet.

 

Visite abwarten...
 

war da... alles ein Witz, mehr und weniger...sagt man etwas Vernünftiges wird es zwar gehört, das wars schon, wenn denn jemand etwas hört... ist jedem egal was man sagt...

weiter geht’s...

 

Blick in die gemeinsam zu nutzende "Nasszelle" im gemeinsamen Zimmer mit Toilette. Hier die Kloschüssel mit "gesprenkeltem", meines Zimmergenossen.

... ein weiterer Blick in die Kloschüssel / fünf mal) - mit Fäklienspuren behaftete Klobrille.

 

Oft vom Zimmergenossen offen stehend gelassene Tür zur "Nasszelle" - Dadurch wurde man Teilhaber der bei Klogang entstehenden Geräusche und Gerüche. 

 

 

Auf meine Weigerung hin, noch länger diese Situation hinzunehmen, reagierte die Klinikleitung.

Es folgte eine Verlegung von A1 nach E1. Das hätte schon zu Anfang der Rehabilitätsmaßnahmen gemacht werden sollen und nicht erst kurz vor Ende und erst nach meiner "Aufmüpfigkeit".

Die Rehabilitation ist zumindest bei mir teilweise ins Leere gelaufen, obwohl ich sehr, zuerst sehr, motiviert war.

Auch die „Blauhemden“ in der „N...-Halle“ sind zum Teil sehr desinteressiert ans „Werk“ gegangen

Hätte man das als leitender Planer alles zu Anfang etwas mehr beherzigt, so wäre wohl alles sehr positiv verlaufen?

Mindestens zwei Wochen und viel Leid hätte ich einsparen können und wäre positiver vorankommen, bei meiner Genesung.

Auch ich habe Rechte, empfand ich! Im Grundgesetz steht sogar etwas über die Würde des Menschen. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen. Dagegen wird in eklatanter Weise verstoßen. Mir als wehrlosem Patient steht das wahren dieses Grundrechtes auch in dieser schwiegen Situation zu!

Überbeanspruchtetes Pflegepersonal hat das dennoch zu beherzigen und verantwortliche müssen entsprechend handeln.

Als Abhilfevorschlag würde ich allen Beteiligten empfehlen, zumindest einmal im Jahr einen Tag und vor allem eine Nacht in ihrem eigenen Pflegebereich zu verbringen.

Zum Abschluss dieses Briefes möchte ich noch die Küche und einige der Pflegekräfte/Kankenschwestern und das „Rollstuhl-Schiebepersonal“ lobend hervor heben. Diese geben sich große Mühe, das Leben eines Patienten, wenigstens ein wenig, angenehmer zu machen.

 

Mit freundlichem Gruß

 

 

Das Essen zumindest war sauber und abwechslungsreich. Allerdings sind Teile davon, von einhändigen (teilweise gelähmten) nicht zu benutzen.

 

...weiterer Brief...

 

E-Brief an akut-Klinikleitung S...

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Klinik G... S...

als erstes möchte ich (..., Patient Schlaganfall Frühjahr 2018) mich bei Ihnen über die mir zuteil gewordene Hilfe und „Gastfreundschaft“ bedanken.

Trotz meiner Unzulänglichkeit, habe ich in meiner Patientenzeit Menschen kennen lernen dürfen, die meinen zukünftigen Lebensweg, in meinen Gedanken, positiv begleiten werden.

Manche haben mir sehr viel Menschlichkeit zuteil werden lassen, welche weit über ihren Job hinaus ging. Dafür mein Dank!

Zugleich erfuhr ich aber auch viel nicht so schönes, auf das ich weiter unten eingehen werde, damit vielleicht negatives erkannt und abgestellt wird, damit später folgende Leidensgenossen, nicht mehr durchleiden müssen, was mir angetan wurde.

Ich hatte einen Schlaganfall, einen Thrombus und einer Hirnblutung, mit anschießender halbseitiger Lähmung, der rechten Körperseite. Als Rechtshänder empfand ich es entsprechend schlimm.

Leider habe ich ein „Urintrauma“ davon getragen. Das hätte nicht sein müssen und wäre ganz einfach zu vermeiden gewesen. Auch mein Genesungsweg hätte schneller voran gehen können wenn ich nicht so lange „geparkt“ worden wäre.

Dadurch, das man mir durch einfaches „Worthalten“ geholfen hätte.

Was spricht dagegen, auch das zu tun, was man sagt?

Oft wurde einfach, die einmal benutzte Urinflasche mit genommen, mit dem Hinweis eine andere, leere zu bringen.

Das geschah aber nicht! Nach einiger Zeit nahm dann das Unheil wieder seinen Lauf.

Nach einigen Minuten wurde die Nässe kalt und beinahe unerträglich. Manchmal lag man dann bis zu eineinhalb Stunden so da. Dieser Alptraum verfolgt mich noch heute.

Jeder Tag war getragen vom „Kampf“ um eine Urinflasche, später zwei. Ein normales Toiletten gehen, war zu Anfang wegen der Lähmung nicht möglich.

Auch das liegen in einem Zimmer, mit einem Mitpatient mit großem Altersunterschied und entsprechender Krankheit war nicht sehr förderlich.

Auch ich habe Rechte, empfand ich!

Im Grundgesetz steht sogar etwas über die Würde des Menschen. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen. Dagegen wird in eklatanter Weise verstoßen. Mir als wehrlosem Patient steht das wahren dieses Grundrecht auch in dieser schwiegen Situation zu!

Gerade auch Überbeanspruchtes Pflegepersonal hat das zu beherzigen und verantwortliche müssen entsprechend handeln, auch Stichproben machen.

Als diesbezüglichen Verbesserungsvorschlag würde ich allen Beteiligten empfehlen, zumindest einmal im Jahr einen Tag und vor allem eine Nacht in ihrem eigenen Pflegebereich zu verbringen.

Zum Abschluss dieses Briefes möchte ich die Küche noch lobend hervor heben. Diese gibt sich große Mühe, das Leben eines Patienten, wenigstens ein wenig, angenehmer zu machen.

Mit freundlichem Gruß

 

...Brief an die Krankenkasse:

"Liebe Krankenkasse",

als eines Ihrer Mitglieder wende ich mich an Sie. Mein Name ist .... in......

Anfangs Mai hatte ich einen Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung. Seither befinde ich mich in Krankenhäusern und in Rehabilitation.
Mein Genesungszustand macht Fortschritte, könnte aber erheblich weiter sein. Leider wurde ich über längere Zeit nur „geparkt“ und ein für mich nicht unerhebliches Problem wurde jetzt leider immer mehr akut, weshalb ich diesen Brief verfasse.
Auch ich habe Rechte und diese werden meiner Meinung nach, erheblich beschnitten.
So befinde ich mich momentan in der „S...-Klinik“ in B... in Rehabilitation, in einem 2-Bett-Zimmer. Soweit wäre es für mich noch in Ordnung und das ich Rücksicht und Verständnis für Mitpatienten aufbringe, ist für mich selbstverständlich. Allerdings ist für mich eine Grenze erreicht, wenn meine eigenen Interessen als Mensch, in nicht unerheblichem Maße tangiert werden.
Weder hatte ich beabsichtigt, in eine Seniorenklinik zu gehen, noch in ein Akut-Krankenhaus, sondern mich der Genesung widmen zu können, in einem Rehabilitations-Zentrum.
Aber genau das angedeutete scheint hier teilweise zu existieren?
Das ältere Menschen auch Genesen wollen, wie auch ich, dafür habe ich vollstes Verständnis, aber parallel in eigenen Gruppen und bitte nicht gleichzeitig und langsamer mit mir und in dem Vernachlässigen meiner Belange, weil diese Menschengruppe einfach viel mehr an Zuwendung, braucht.
Durch dieses Zusammenfügen, ist es mir so gut wie selten vergönnt, einmal eine Nacht in einem Stück hindurch zu schlafen und am folgenden Tag die stattfindenden Rehabilitätsmasnahmen optimal wahrzunehmen.
Und ob die Toilette, hier im Zimmer, nach „R...-Klinik“-Standard ausgerichtet ist, das wage ich doch zu bezweifeln?
Dem Hygiene-Stand entspricht es meiner Meinung bestimmt nicht und ich lass mich nicht zwingen, mich in dem jetzigen Zustand, darauf zu setzen. Daß ich nicht auf den Klosettsitz kann, obwohl mit danach ist, finde ich eine Zumutung und das Gästeklo ist wirklich nicht der optimale Ersatz dafür.
Ich habe Verständnis für Menschen in Not, aber ich wollte nicht vom 21. Jahrhundert, in vergangene Zeiten rutschen, wenn ich an Rehabilitation denke.

Auch des Nachts, werden die Fenster und Türen soweit als möglich geschlossen, das eine Maximierung der einzuatmenden Luft, den höchstmöglichen Wert aus diversen Körperöffnungen, (Salven-artig wie aus einem Maschinengewehr) entströmen-den Duftwolken, annehmen, ist anscheinend neuer, angestrebter Standard??
Das Pflegepersonal des Nachts scheint das wohl wie in Afrika zu beherzigen? Für mich als genötigten, ist das alles nicht hinnehmbar und bestimmt nicht europäischer Hygiene geschuldet. Erst ein teilweise öffnen der Tür brachte ein einigermaßen erfrischen der Luft.
Das bisher angedeutete und noch einiges, veranlassen mich, am gelingen meiner erfolgreichen Rehabilitation doch erheblich, trotz der Bemühungen einiger aufrechter Mitarbeiter/innen, einer weiteren Verlängerung meiner erfolgreich sich abzeichnenden Reha, zu Zweifeln und um Abhilfe zu bitten.

Patient

Liebe xxx (Frau die ich als Terapeutin in der Akut-Klinik kennen lernte und ein Vertrauensverhältnis aufbaute),

zumindest ein Herr von der Klinikleitung in S... hat sich sehr schnell gemeldet und versprochen, sich zu kümmern. Will ihm Glauben schenken.

Jetzt überlege ich wie es weiter gehen kann? Zuerst werde ich mich wohl um Hilfsmittel kümmern müssen?

Und dann? Das Leben ist so kurz und man macht so wenig daraus.

Jeder von uns ist irgendwo gefangen...bis..ja, bis das Schicksal mahnt.

In netten Gedanken

 

Liebe ...,

über Pfingsten bin ich in meine Wohnung nach ... und dort ca. 20 Treppenstufen hoch und auch wieder hinunter und in der Wohnung lief ich frei, ohne Hilfe.

Soweit habe ich das erreicht, was ich mir beweisen" wollte.

Aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Das kann so nicht weiter gehen. Habe in der Klinik 2 Wochen verlängert. Will von den Fachleuten alles richtig gelernt bekommen.

Ebrief von... May 23, 2018 2:26 PM
Subject: Aw: Re: Aw: pfingsten

Hallo Herr ...
Ja wie toll ist das denn..........!!!!!!!
Ich freue mich sehr für Sie.
Und noch mehr freue i ch mic h über Ihre Erkenntnisse zu verlängern und die Fachleute mit ins Boot zu holen.ߑߑߑߑߑߑߑߑߑߑߑ
Ich kenne keinen Patienten., der so für sich kämpft wie SIE!
Sie haben meinen allergrößten Respekt.

Und das meine ich ernst.

Weiterhin viel Kraft und Stärke

Zitat von ...

Hallo Herr ...,

Sie sind wirklich mutig......aber nicht zuletzt dadurch schon sehr weit gekommen!!
Ich sage nur: WEITER SO !!!!!!
Der Patient mit dem Sie zum Schluss im selben Zimmer lagen kann nächste
Woche auch unsere Klinik verlassen.
Das freut ihn und uns alle sehr.

 Auch Ihnen noch einen schönen Pfingstmontag.

 ...
GESENDET: Samstag, 19. Mai 2018 um 09:52 Uhr
vON
BETREFF: pfingsten
Frohe Pfingstfeiertage liebe...!

 

Gestern habe ich mich leider ein bisschen verausgabt.
Gegen 5:00 Uhr konnte ich nicht mehr schlafen und begab mich in den Flur. Nach kurzer Zeit wurde mir es dort langweilig und ein Gedanke manifestierte sich in mir. Wie wäre es, dachte ich, wenn mein angeschlagenes Bein das ganze Körpergewicht zu tragen hätte? Das konnte ich nicht beantworten, außer, ich probierte es aus. Gedacht – getan... und ich hielt mich so mehrere Minuten ohne zu straucheln auf dem geschädigten Bein.
Es war noch niemand auf dem Flur zu sehen. Ich war alleine und so wurde ich kesser. Fuhr mit dem Rollstuhl zu einer Trappe, die zum oberen Geschoss führt. Schaute mich nochmals um. Es war immer noch niemand zu sehen. Wenn mich das in Mitleidenschaft gezogene Bein so lange tragen kann, müßte vielleicht auch weiteres gehen? Also nutzte ich die Gelegenheit und bestiegt die erste Treppenstufe, die Zweite und so weiter. Es ging - und auch wieder nach unten, in den Rollstuhl zurück.
Nun wusste ich es definitiv. Das Treppensteigen kann ich auch wieder!
Das reichte mir daraufhin nicht mehr und am Nachmittag hatte ich endlich eine Therapeutin gefunden, die Mutig genug war, mit mir, in den oberen Stock und wieder nach unten zu steigen und weil es so gut klappte suchten wir einen Rollator und gingen den Flur der Länge nach zwei mal entlang. Da sie merkte, daß ich alles meisterte, schlug sie mir vor, noch Balanceübungen, auf einer weichen Unterlage, zu machen.
Das wars dann für diesen Tag erst einmal.
Für den späten Nachmittag hatte ich mich mit einem Leidensgenossen, der unter „Parkinson“ arg leidet, zu einem Biergartenbesuch verabredet.
Also machten wir beide uns mit zwei Rollstühlen auf den Weg. Es klappte auch einigermaßen... nur wir hatten auch eine breitere Autostraße zu queren und dann später den Rückweg zu meistern.
Den Rückweg unterschätzten wir gewaltig, kamen aber dann doch noch erschöpft, wieder am Ausgangspunkt an. Seit langer Zeit schlief ich beinahe mal eine ganze Nacht durch.
Der gestrige Tag war das Gesprächsthema am Frühstückstich und wurde von uns als schön und gelungen bewertet.
Liebe Grüße

Daß das geschilderte leichtsinnig und nicht zu Ende gedacht war, ist mir heute bewusst geworden, aber zur damaligen Zeit musste ich es einfach machen. Für mich galt früher immer: geht nicht - gibts nicht", also machte ich immer alles so, das es irgendwie schlussendlich ging. Das bin ich, aber bedeutet natürlich auch, das das für eine andere Person, total der falsche Weg ist, um etwas zu ändern. Darum: bitte machen Sie nichts nach, was Sie von mir bisher gelesen haben! Ich habe alles geschrieben, wie ICH es tat.

Seit etwas mehr als zwei Wochen, bin ich in meiner Wohnung in .... Zuerst dachte ich, das wäre das erstrebenswerteste für mich, aber die Realität holt einen sehr schnell zu den Tatsachen zurück. Wie konnte ich nur denken: erstmals in die eigene Wohnung. So kann nur ein Naivling denken. Es ist das alltägliche, das einen vor große Herausforderungen stellt. Die Waschmaschine steht im Keller. Das einkaufen geht nicht und so fort. Alles große Hürden. Zumindest das Brot backen ist mir schon mehrmals gelungen. Buchweizenbrot, kannte ich bis dato auch noch nicht. Aber in der Not probiert man einiges.

Wie geht das Leben in der Klinik? Auch das beschäftigt mich sehr. So schnell wird mich dieses nicht los lassen.

Oft, ja beinahe täglich, zehre ich an den mir von Dir ..., beigebrachtem. Vielen Dank Dir dafür!

Jeder Tag stellt zwar eine neue Herausforderung da, aber dennoch bin ich froh, ein wenig, eine andere Welt, erleben zu dürfen.

Einiges habe ich schon realisiert und werde es auch in Zukunft tun. Vorhin sendete ich den E-Brief an hoffentlich kompetente Menschen?

 

Frohe Pfingstfeiertage liebe ...!

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